. .

In unseren Wohnungen, deren ungesunde Luft häufig zu Erkrankungen der Atemwege führt, sind Pflanzen, die Schadstoffe filtern, äußerst wichtig. Sie können die Wirkung heimtückisch wirkender, flüchtiger Gifte abmildern oder gar ganz unschädlich machen. Inzwischen ist wissenschaftlich recht gut geklärt, welchen Wirkmechanismus Pflanzen zur Entgiftung anwenden. Für den Menschen sind diese Gewächse ein wahres Geschenk, denn sie fördern das Wohlbefinden.

Wirkung auf die Raumluft
Neuere Arbeiten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich zeigen, dass Pflanzen die Luft befeuchten und Atembeschwerden, Asthma sowie Hautreizungen lindern können. Sobald genügend Zimmerpflanzen vorhanden sind, nimmt die Luftfeuchtigkeit um 4 bis 8 Prozent zu, was eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens der Bewohner zur Folge hat.
 
Wirkung auf Stress
Zimmerpflanzen verbessern die Qualität der Luft und wirken hemmend auf Mikroorganismen und schädliche Keime. Das Laub und die Wurzeln binden schlechte Gerüche. Die Farbe Grün wirkt bekanntlich heilsam und beruhigend. An Arbeitsplätzen mit Pflanzen als dekorativen Elementen sinkt die Müdigkeit und es gibt nicht so häufig Fehlzeiten. In Norwegen und Schweden hat man festgestellt, dass die Produktivität der Arbeitnehmer in grüner Umgebung zunimmt.
 
Auch giftige Pflanzen sind wirksam
In Wohnungen wirken Pflanzen ausgesprochen wohltuend. Man muss sich jedoch klar sein, dass manche Arten giftig sein können, wenn man ihre Blätter oder Stängel verzehrt.
Obwohl einige Zimmerpflanzen bei Verzehr giftig sind, ist es völlig unbedenklich, sie in Wohnräumen aufzustellen.
 
Allergische Reaktionen auf Grünpflanzen sind selten. Sie treten häufig nur dann auf, wenn beim Kontakt mit den Blättern oder dem Saft der Pflanze die Haut gereizt wird.
Vor den Gefahren von Grünpflanzen im Schlafzimmer warnten unsere Vorfahren zu Unrecht. Vielmehr geben Grünpflanzen deutlich mehr Sauerstoff an die Zimmerluft ab als Kohlendioxid. Zögern Sie also nicht, unter Palmen zu schlafen! Und bedenken Sie: Den Pflanzen verdanken wir die heutige Atmosphäre, die unsere Existenz ermöglicht.
 
Die Kraft der Wurzeln
Wie Eisberge haben auch die Pflanzen eine unsichtbare Wirkung. Im Zusammenwirken mit den Mikroorganismen des Erdreichs können die Wurzeln große Mengen an Schadstoffen aufnehmen. Für diese Aufgabe brauchen unsere Zimmerpflanzen gut durchlässige und mäßig feuchte Erde.
 
Vitalität, Lebensdauer, Blüte
Zimmerpflanzen werden oft als Grünpflanzen bezeichnet, weil ihr Laub grün ist und nicht abgeworfen wird. Sie blühen in Räumen eher selten. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen, zum Beispiel einige Orchideenarten. In freier Natur kommt es nur bei alten Pflanzen zur Blüte (zum Beispiel Dracaena, Philodendron, Schefflera). Einige dieser Pflanzen sind sehr langlebig und werden über 50 Jahre alt. Dagegen begrenzen die schwierigeren Bedingungen in unseren Wohnungen die Lebensdauer meist auf zwei bis zehn Jahre. Hobbygärtnern mit „grünem Daumen“ gelingt es dagegen manchmal, ihre Pflanzen zu anhaltender, reicher Blüte zu bringen.
 
Sollten Sie einmal kranke Pflanzen haben, trennen Sie sich am besten von ihnen. Zuvor klären Sie aber möglichst die Ursache der Erkrankung und achten Sie darauf, dass andere Pflanzen nicht auch betroffen sind.
 
Fortsetzung folgt nächsten Monat.


Mehr zum Buch finden Sie hier:

[Weiter zum Ulmer Buchshop]


zurück zur Liste

Farne für den Garten

Farne zählen zu den besonders alten Pflanzen. Im Zeitalter des Karbon (vor etwa 400 Millionen Jahren) bildeten sie zusammen mit Schachtelhalm- und Bärlapppflanzen riesige Waldflächen, die die Basis...

weiter lesen ...